Angst
Nach einer Novelle von Stefan Zweig

 
Angst

Nadja Soukup und Mark Zak - Photo: Benedikt Frings-Neß

 

Premiere: 23. Februar 2012
Inszenierung: Stefan Herrmann
Mit
Mit Nadja Soukup und Mark Zak

 

„Als Frau Irene die Treppe von der Wohnung ihres Geliebten hinabstieg, packte sie mit einem Male wieder jene sinnlose Angst. Ein schwarzer Kreisel surrte plötzlich vor ihren Augen, die Knie froren zu entsetzlicher Starre, und hastig musste sie sich am Geländer festhalten, um nicht jählings nach vorne zu fallen. Es war nicht das erste Mal, dass sie den gefahrvollen Besuch wagte, dieser jähe Schauer ihr keineswegs fremd, immer unterlag sie trotz aller innerlichen Gegenwehr bei jeder Heimkehr solchen grundlosen Anfällen unsinniger und lächerlicher Angst.“
So beginnt Stefan Zweigs 1920 veröffentlichte Novelle "Angst" über eine Frau, die ihrer Lebensroutine durch ein Verhältnis mit einem Musiker zu entfliehen versucht und von einer angeblichen Freundin ihres Geliebten erpresst wird. Mit psychologischem Scharfsinn beleuchtet Zweig das Innenleben Irenes, die sich mehr und mehr in einem Lügengebäude zu verlieren droht und schließlich nur noch einen logischen Ausweg sieht.